Geschichte der Rehpinscher
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Der Rehpinscher auch Zwergpinscher genannt ist ein sehr temperamentvoller kleiner Hund, der trotz seiner geringen Größe ein guter Wächter ist. In rehbrauner Farbe wird diese Rasse auch als Rehpinscher bezeichnet. Anfang des 20. Jahrhunderts war der Zwergpinscher ein beliebter Modehund, mit dem sich die Damen der Feinen Gesellschaft gerne schmückten. Aufgrund dessen und aufgrund seiner geringen Größe bekam der Zwergpinscher ungerechtfertigterweise einen negativen Titel als „Schoßhund“. Bis heute gehört diese Hunderasse trotz ihrer Pflegeleichtigkeit, Leichterziehbarkeit und Anhänglichkeit nicht zu den populärsten Hunderassen. Geschichte: Pinscher und Schnauzer haben eine weitgehend gemeinsame Geschichte, sie stammen alle von den „Torfhunden“ ab, die sich vor ca. 12.000 Jahren den Menschen anschlossen. Da die Pinscher und Schnauzer eine anatomisch „normale“ Figur besitzen, kann man behaupten, dass diese Hunde noch ziemlich dem Urtyp Hund entsprechen, wie man anhand von Schädel- und Knochenfunden in Europa bereits vor ca. 4.000 Jahren zurückverfolgen konnte. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts wurden Pinscher und Schnauzer als „glatthaarige und rauhaarige Pinscher“ bezeichnet. Die Vorfahren des Pinschers lebten auf Bauernhöfen und in Pferdeställen, wo ihre Aufgabe darin bestand, Mäuse und Ratten vom Futter fernzuhalten. Aus dieser Zeit stammt auch der Beiname „Rattler“. Zu damaliger Zeit wurden sogar „Rattenjagd“-Wettbewerbe abgehalten, bei denen der Sieger durch die Anzahl der erlegten Ratten ermittelt wurde. Und da ein kleiner Pinscher weniger Futter- und Platzbedarf hatte, dabei aber ein genauso guter Rattler war, entwickelte sich der Zwergpinscher. Zwergpinscher wurden gemeinsam mit Zwergschnauzern übrigens schon lange vor den anderen Pinschern und Schnauzern reingezüchtet. Auch als Begleiter von Pferdefuhrwerken wurde der Zwergpinscher sehr geschätzt, Pferd und Wagen konnte man getrost seiner Obhut überlassen, keiner hätte es gewagt, etwas anzurühren. Anfang des vorigen Jahrhunderts war der Zwergpinscher ein beliebter Modehund und war als Begleiter und Schoßhund bei den Damen sehr beliebt. Im Zuchtbuch von 1925 waren 1.300 Eintragungen des Zwergpinschers enthalten. Mitte des 20. Jahrhunderts kamen vermehrt andere Kleinhunde in Mode, so dass der Zwergpinscher bis heute immer seltener zu sehen war. Die Wachtätigkeit
des Zwergpinschers beschränkt sich nicht allein auf Kläffen, er zwickt
auch gerne mal, um seinen Forderungen Nachdruck zu verleihen. Haltung: Aufgrund seiner nur geringen Größe kann der Zwergpinscher auch in einer kleinen Wohnung gehalten werden, man darf allerdings nicht unterschätzen, dass auch kleine Hunde und der Zwergpinscher im besonderen ein großes Bewegungsbedürfnis haben und täglich mindestens 1 Stunde Auslauf haben sollten. Zwergpinscher sind lebhafte und temperamentvolle Hunde, die beschäftigt werden wollen, sehr gut eignen sie sich auch für Agilty in der kleinsten Klasse. Wer Spaß am Hundesport hat, kann mit dem kleinen Kerlchen problemlos die Begleithundeprüfung ablegen. Er ist ein sehr intelligenter und gelehriger Hund, der sich eifrig bemüht, alle ihm gestellten Aufgaben möglichst schnell und gut zu erledigen. Sogar am Fahrrad läuft der Kleine gerne mit, allerdings sollte er trotz seiner Ausdauer zwischendurch im Körbchen sitzen dürfen, um ihn nicht zu überfordern. Sportliche Aktivitäten sollte man beim jungen Hund sehr langsam angehen, erst im Alter von 1 Jahr sind Knochen und Gelenke soweit ausgebildet, dass man den Zwergpinscher sportlich mehr belasten kann. Verhalten und Charakter: Die Aufgaben eines Wachhundes übernimmt der Zwergpinscher automatisch. Durch sein starkes Bedürfnis, auf Haus, Hof, Garten, Auto und Familienmitglieder aufzupassen, neigt er aber zum Kläffen. Ihm entgeht kein vorbeifahrendes Fahrrad oder Auto, und der Postbote wird täglich eifrig verbellt. Fremden gegenüber ist er sehr misstrauisch. Typisch ist auch sein Bemühen, ständig für „Ordnung“ sorgen zu wollen: Hüpfende Kinder glaubt er (notfalls durch Zwicken) zur Ruhe bringen zu müssen; wenn zwei andere Hunde spielen, kann es vorkommen, dass der Zwergpinscher „dazwischen geht“. Wenn ein fremder Hund „seine“ Katzen jagt, wird er wie eine Furie auf diesen Hund losgehen. Und wenn jemand seinem Frauchen „zu nahe“ kommt, z.B. die Hand geben will, kann es passieren, dass sein Hosenbein Schaden nimmt. ;-) All diese Eigenschaften sind meiner Meinung nach rassetypisch, trotzdem sollte man schon beim jungen Hund eingreifen und unerwünschte selbständige Handlungen des Zwergpinschers unterbinden. Dies kann man am besten mit ausreichender Beschäftigung und guter Erziehung mit abwechslungsreichen Spielen erreichen. Der Zwergpinscher ist seinem Herrchen/Frauchen sein Leben lang treu ergeben, er versucht, jeden Wunsch von den Augen abzulesen und erwartet dafür, dass er niemals verlassen wird. Dem Hund beizubringen, dass er auch mal alleine bleiben muss, kann schwierig sein. Ich selbst habe es bei meiner Hündin nie ganz geschafft, sie bleibt zwar brav, sitzt aber (wenn’s sein muss, stundenlang) am Fenster, jammert und es kullern sogar Tränen, bis ich irgendwann wieder komme ... dann ist die Freude natürlich riesig. Durch seine extreme Anhänglichkeit wird er niemals weglaufen, er neigt zwar dazu, aufspringendes Wild zu verfolgen, aber er entfernt sich kaum weiter als 100 m von seinem Halter und kommt sofort wieder zurück.
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